Zentralbanken wollen Bargeld durch digitale Währungen ersetzen

Die Abschaffung des Bargelds kommt als Modernisierungsschub: Weltweit arbeiten Zentralbanken an digitalen Formen ihrer jeweiligen Währungen. Die Geschäftsbanken sehen in digitalen Währung eine logische Weiterentwicklung des Bargelds.

Soeben hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ein Papier veröffentlicht, dass sich mit den digitalen Währungen beschäftigt. Die BIZ glaubt, dass es noch lange hin ist bis zum Durchbruch von  virtuellen Währungen. Doch die Beobachtungen in den Märkten zeigen, dass die Zentralbanken bereits sehr konkret an der Einführung von digitalen Währungen arbeiten. Die FirstRand Bank analysiert, dass die Zeit des Nachdenkens über digitale Währungen vorbei sei, jetzt gehe es nur noch um die rasche und effiziente Umsetzung – und damit um das Ende des Bargelds.

In China und Kanada werde ebenso an diesem Ziel gearbeitet wie in Schweden oder Großbritannien, schreibt Hanan Ismail auf seinem Blog. „Dieser Schritt ist genauso revolutionär wie jener mit den Papierscheinen vor über 300 Jahren. Was bedeutet das für die Geldpolitik und die Finanzstabilität? Wie konstruieren wir die neue Währung: als eine aufladbare Karte, eine App oder auf eine andere Weise?“, sagte die Chefin der schwedischen Zentralbank, Cecilia Skingsley, der Financial Times.

Auch die Europäische Zentralbank beschäftigt sich ernsthaft mit dem Thema. Dies geht aus einer Rede des Vorstandsmitgliedes Yves Mersch vom Januar hervor. „Heute will ich über eine besondere Art digitaler Währungen sprechen – über digitales Zentralbankgeld. Natürlich existiert dies heute schon. Banken haben digitale Ansprüche gegenüber der Zentralbank mit ihren Konten. Jetzt ist die Diskussion aufgekommen, ob Zentralbanken digitales Zentralbankgeld weiteren Gegenparteien zugänglich machen sollte, inklusive Nicht-Banken und Haushalten.“ Mersch deutet an, dass die Einführung einer digitalen Währung von der EZB ernsthaft in Erwägung gezogen werde. „Weil es Spekulationen gibt, dass Zentralbanken das Bargeld abschaffe wollen, möchte ich mich zum Grundsatz der Wahlfreiheit äußern: Wenn digitales Zentralbankgeld eingeführt würde, würde es für die vorhersehbare Zukunft neben Bargeld existieren. Es wäre eine zusätzliche Option, wie Unternehmen und Haushalte ihre Ersparnisse führen können.“

An der Spitze jener Kräfte, die sich für eine Verbreitung digitaler Währungen und eine Zurückdrängung oder sogar Abschaffung des Bargeldes einsetzen, stehen Interessengruppen aus der angelsächsischen Finanzindustrie und supranationale Vereinigungen. Neben dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank sind dies die Alliance for Financial Inclusion und die Better Than Cash Alliance der Vereinten Nationen. Auch die Organisation E-Currency setzt sich für die Schaffung digitalen Geldes durch die Zentralbanken ein.

Die Alliance for Financial Inclusion ist vor allem in nicht-westlichen Länder aktiv. Eine ihrer Arbeitsgruppen beschäftigt sich mit „digitalen Finanzdienstleistungen, mobilen Finanzdienstleistungen, Bankenwesen ohne Filialen, elektronischem Geld und digitalen Zahlungsmöglichkeiten.

Die Better Than Cash Alliance der UN umfasst nach eigenen Angaben Regierungen, Unternehmen und internationale Organisationen wie die Bill & Melinda Gates-Stiftung und die Clinton Development Initiative. In Japan hatte die Mitsubishi UFJ Financial Group angekündigt, im Herbst 2017 eine digitale Währung einzuführen.

Einer der profiliertesten Kritiker des Bargelds und Verfechter einer monetären Digitalisierung ist der Ökonom Kenneth S. Rogoff von der US-amerikanischen Harvard-Universität. Seiner Meinung nach sollen Dollar-Scheine mit den Nennwerten 100 Dollar, 50 Dollar und 20 Dollar abgeschafft werden. Ihm schwebt mittelfristig eine Gesellschaft vor, in der nur noch wenig Bargeld verwendet wird, wie aus seinem Gastbeitrag im Wall Street Journal hervorgeht.

Die Vorstöße, welche auf eine Einschränkung oder Abschaffung des Bargeld-Gebrauchs abzielen, haben sich in den vergangenen Jahren gehäuft. Meist werden diese mit dem Kampf gegen Schwarzarbeit, Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung begründet. Das ist Unsinn, wie erst neulich die Schweizerische Nationalbank festgestellt hat. Wahrscheinlich ist aber, dass die Forderungen nach einer Digitalisierung des Geldes weit weniger altruistische Gründe haben. In diesem Zusammenhang ist es bemerkenswert, dass Bargeld die einzige Möglichkeit der Bürger darstellt, ihre Ersparnisse vor dem Zugriff der Staaten und Banken und etwaiger Sonderabgaben oder Vermögenssteuern zu schützen. Im Zuge der Finanzkrise in Zypern hatte der Internationale Währungsfonds bereits eine solche Sonderabgabe in Höhe von 10 Prozent für alle Haushalte in Europa ins Spiel gebracht.

In Japan hat die Mitsubishi UFJ Financial Group angekündigt, im Herbst 2017 eine digitale Währung einzuführen.

Quelle: Zentralbanken wollen Bargeld durch digitale Währungen ersetzen – DWN

Bitcoins und Blockchain ist es egal, wer an der Regierung ist

(Originalartikel gekürzt)

Was viele Menschen nicht begreifen, ist, dass es bei Bitcoin um weit mehr geht als nur um ihr Anlageportfolio. Jeder, der bei dieser Innovation nur an seine möglichen Gewinnchancen denkt, hat die grundsätzliche Bedeutung der Sache nicht im Ansatz verstanden.

Jede neue Technologie, selbst revolutionäre wie die Eisenbahn oder die Luftfahrt, muss Einzug in das Leben der Menschen durch alltägliche Markterfahrungen erhalten. Versuch und Irrtum, Versagen und Erfolg, respektable Unternehmen und Betrüger, zusammen mit Investoren, die einen Reibach machen und andere die sich verspekulieren, gehören dazu.

Das sind Themen, die die Schlagzeilen beherrschen. Was keine öffentliche Beachtung erhält, sind die tieferen Implikationen der Technologie, auf der Bitcoin basiert: Eines Tages könnte es die Beziehung zwischen Bürger und Staat rund um den Globus auf fundamentale Art verändern.

Es ist ein beispielhafter Fall dafür, wie das Vorhandensein der Technologie in unserem Zeitalter das traditionelle Modell der Funktionsweise einer Gesellschaft und davon, was Geschichte vorantreibt, umgedreht hat. Präsidenten und Parteien kommen und gehen, was bleibt und sich kontinuierlich unabhängig von politischen Trends weiterentwickelt, sind die Werkzeuge, mit denen das Alltagsleben der Menschen verbessert wird. Das ist es, worauf es wirklich ankommt.

Seit 2009 hat sich der Bitcoin prächtig entwickelt. Die Phase des „ungläubig bestaunt werden“ hat er längst hinter sich gelassen, gleichwohl wird es immer Skeptiker geben. Gegenwärtig lässt sich die massenhafte Verbreitung und Entwicklung industrieller Anwendungen auf allen Gebieten beobachten, von der Zahlungsabwicklung bis hin zu Unternehmensgründungen im Bereich der Vertrags- und Titelbesicherung.

Für Menschen, die mit Leib und Seele für Bitcoin brennen, mag dieser Fortschritt langsam erscheinen. Aus einer historischen Perspektive aber ist der zeitliche Abstand zwischen Erfindung und dem breitenwirksamen Zugang außergewöhnlich schnell. Die Geburtsstunde liegt immerhin gerade einmal 8 Jahre zurück! Mit der Zeit wurden immer mehr Menschen auf die außergewöhnliche Technologie aufmerksam. Demjenigen, der Bitcoins besitzt, mit Anwendungen zur Blockchain arbeitet und sich stetig zu dem Thema informiert, ist das Folgende längst bekannt. Dennoch ist dieses Wissen noch nicht in der breiten Bevölkerung angekommen.

Bitcoin ist ein marktbasiertes Geld- und Zahlungssystem, das unabhängig ist und ohne Eingriffe von Zentralbanken, regulatorische Eingriffe oder Finanzintermediäre auskommt. Es ist aber nicht nur ein Geld- und Zahlungssystem, es ist auch ein System zur Bündelung, Dokumentation und Tausch unveränderlicher Informationspakete mit jedwedem Inhalt, seien es Verträge, Eigentumstitel oder jede andere Form von Verträgen, unabhängig vom geografischen Standortes der Vertragspartner. Das sich daraus ergebende Währungs- und/oder Informationssystem operiert vollständig außerhalb staatlicher Grenzen und der Einflusssphäre von Nationalstaaten.

Und das alles zu extrem niedrigen Kosten.

Die Personen hinter der Technologie sind sicherlich brillant, aber sie hatten keinerlei politische Macht. Der Bauplan wurde in keinem akademischen Journal veröffentlicht. Weder die US-amerikanische Zentralbank noch das Finanzministerium hatten ihre Hände bei der Erschaffung der Währung im Spiel. Kein politischer Entscheidungsträger wurde konsultiert. Die Computerfreaks hinter der Erfindung fragten niemanden um Erlaubnis, sie vertrauten auf den Markt, also die Menschen, um über Erfolg oder Misserfolg zu bestimmen.

Das Bitcoinsystem wird im Rahmen eines Konsenses von echten Beteiligten vorangetrieben und auf dem Markt getestet. Der eingeschlagene Weg ist der richtige. Wie auch immer die Sache ausgeht, die Bitcoingemeinde hat eine wesentlich größere Chance, die Weltwirtschaft auf dem Weg in die Zukunft zu führen als dies irgendein Gesetzesakt oder irgendeine Durchführungsverordnung einer Regierung oder politischen Partei tun könnte.

 

Quelle: Bitcoins und Blockchain ist es egal, wer an der Regierung ist

USA droht die Zahlungsunfähigkeit – 20 Billionen Dollar Obergrenze bald erreicht

Die Staatsschulden der USA nähern sich der Marke von 20 Billionen Dollar und damit einer festgelegten Obergrenze. Spätestens im Sommer droht die Zahlungsunfähigkeit. Donald Trumps Militär-Fantasien sind im Grunde nicht finanzierbar.
Die Schulden der USA nähern sich der Marke von 20 Billionen Dollar und damit einer ab dem 15. März gültigen Defizit-Obergrenze.
Dadurch könnte es bereits in wenigen Monaten zu einer schweren Haushaltskrise kommen. Der ehemalige Haushaltschef von Präsident Ronald Reagan, David Stockman, erwartet die Zahlungsunfähigkeit des amerikanischen Finanzministeriums im Sommer, wie er in einem Interview mit der Finanz-Plattform USAwatchdog.com sagte.

„Ich denke, was die Leute zu wenig beachten ist dieses Datum – der 15. März 2017. Dieses markiert das Ende des Schulden-Aufschubes, welchen der damalige Präsident Barack Obama und der damalige Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner, im Oktober 2015 ausgehandelt hatten. Dieser Aufschub läuft ab. Die Defizitgrenze wird bei 20 Billionen eingefroren. Es wird dann zu einem Gesetz. Es wird ein Totalstopp werden“, sagte Stockman.

Stockman zufolge werde das Erreichen der Defizitgrenze die USA in eine Schuldenkrise führen. Dem Finanzministerium werde das Geld ausgehen, weil es keine neuen Schulden zur Rückzahlung alter Verbindlichkeiten mehr machen könne. „Das Finanzministerium hat ungefähr 200 Milliarden Dollar als liquide Mittel. Wir verbrauchen jeden Monat jedoch etwa 75 Milliarden Dollar. Bis zum Sommer werden sie kein Geld mehr haben. Dann werden wir die ‚Mutter aller Defizitkrisen‘ erleben. Alles wird zum Stehen kommen. Ich erwarte, dass es zur vorübergehenden Schließung der öffentlichen Institutionen kommen wird. Es wird keinen Ersatz für Obama Care geben. Es wird keine Steuersenkungen geben. Es wird keine Infrastrukturinvestitionen geben. Das einzige, was wir bekommen, wird ein gigantisches Blutbad im Staatshaushalt sein. Die Defizitgrenze muss dann weiter erhöht werden, aber niemand wird dafür stimmen wollen.“

Stockman betont, dass sich die gegenwärtig noch zu beobachtende Rally an den amerikanischen Aktienmärkten nicht mehr lange fortsetzen lassen könne. Zudem hätten falsche Weichenstellungen der Vorgängerregierungen dazu geführt, dass Trump kaum noch Handlungsfreiräume habe. „Die Vorstellung einer Fortsetzung des Aufschwungs bei Aktien wird nicht geschehen. Das ist illusionär. Dies ist die größte ‚Falsch-Rally‘ aller Zeiten. Sie basiert ausschließlich auf ‚Hopium‘ (Wortschöpfung aus Opium und Hoffnung – die Redaktion) und überhaupt nicht auf einer soliden Analyse der Voraussetzungen für grundlegende Steuersenkungen. Donald Trump ist in der Falle. Heute betragen die Schulden 20 Billionen Dollar. Das sind 106 Prozent bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt. Trump erbt ein vorprogrammiertes Defizit von zusätzlichen 10 Billionen Dollar über die nächsten zehn Jahre wegen der gegenwärtigen Programme. Trotzdem will er die Steuern für Unternehmen und Bürger senken. Er will auch mehr Geld für den Grenzschutz und die Sicherheitsbehörden ausgeben. Er wird mehr für die Veteranen tun. Er will dieses umfangreiche Infrastrukturprogramm. Wenn man sich das alles ansieht, dann ist das einfach verrückt.“

Die Schulden der US-Bundesregierung betragen derzeit etwa 19.979 Billionen Dollar. Die Gesamtschulden bestehend aus den Schulden der Bundesregierung, der Bundesstaaten, der Kommunen, der Haushalte und Finanzinstitutionen hingegen fast 67 Billionen Dollar. Seit dem Jahr 2000 haben diese um über 160 Prozent zugenommen. In den letzten 40 Jahren sind die Schulden in den USA um den Faktor 27 angestiegen. Mit derzeit rund 67 Billionen Dollar tragen die USA mehr als ein Viertel der weltweiten Schuldenlast. Diese wird vom Wall Street Journal auf 223 Billionen Dollar beziffert.

Besonders während der Amtszeit von Präsident Barack Obama kam es zu einer massiven Aufnahme neuer Schulden in der Größenordnung von fast 10 Billionen Dollar. Damit wurden unter Obama etwa so viel neue Schulden aufgenommen, wie unter den vor ihm regierenden 43 US-Präsidenten zusammen.

Die ausufernden Schuldenstände könnten auch ein Grund dafür sein, warum sich immer mehr ausländische Geldgeber von amerikanischen Staatsanleihen trennen. Ende 2016 betrug der Anteil ausländischer Gläubiger erstmals seit dem Krisenjahr 2009 weniger als 30 Prozent, wie der Leiter der Anleiheabteilung bei der Baader Bank berichtet.

Bedenklich ist, dass sich auch die Privathaushalte in den vergangenen Jahren stark verschuldet haben, insbesondere durch Kreditkartenschulden und Schulden für Autokredite und Studentenkredite. Die gesamten Kreditkartenschulden der Amerikaner liegen zwischen 700 Milliarden Dollar und einer Billion Dollar – dazu gibt es unterschiedliche Angaben.  Die Kreditvergabe über Kreditkarten zählt mit Renditen zwischen 12 Prozent und 14 Prozent zu den letzten wirklich rentablen Geschäftsbereichen der US-Bankenindustrie, entsprechend aggressiv sind Banken in den vergangenen Jahren auf Kundenfang gegangen.

Weil rund 70 Prozent der US-amerikanischen Wirtschaftsleistung vom Binnenkonsum generiert wird, wirkt sich die massive Verschuldung zunehmend auch negativ auf das Wirtschaftswachstum insgesamt aus.

US-Präsident Donald Trump verkündet noch, dass er die US-Armee massiv aufrüsten will: Der Republikaner wolle den Haushalt des Verteidigungsministeriums um 54 Milliarden Dollar erhöhen, verlautete am Montag aus dem Weißen Haus. Im Gegenzug sollten andere Bundesbehörden wie das Außenministerium oder das Umweltamt EPA Kürzungen verkraften. Dies gehe aus dem ersten Haushaltsentwurf für den Kongress vor, sagte ein Insider. Trump will am Dienstag vor beiden Parlamentskammern seine mit Spannung erwartete Rede erhalten. Im Hinblick auf die Rüstungsausgaben sprach er bereits am Montag von einer „historischen Erhöhung“.

Die USA haben mit jährlich knapp 600 Milliarden Dollar mit großem Abstand die höchsten Rüstungsausgaben der Welt. Deutschland gibt dagegen 37 Milliarden Euro (39 Milliarden Dollar) aus. Vor dem Hintergrund der drohenden Zahlungskrise wird klar, dass die Forderung der USA an die Nato-Partner vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass die größte Militärmacht der Welt selbst unter Druck steht. Tatsächlich sind die Militär-Fantasien nicht finanzierbar – außer mit einem Total-Umbau der US-Administration, welche aber auch nicht so schnell umgesetzt werden kann, um den Defizit-Schlag zu verdauen.

Bei einem Treffen mit Gouverneuren von Bundesstaaten sagte Trump am Montag, im Mittelpunkt des Haushaltes stehe die Sicherheit. Die „ausgelaugte Armee“ brauche eine Finanzspritze. Wie das Geld angelegt wird, soll Regierungskreisen zufolge das Verteidigungsministerium entscheiden, das unter der Leitung des Ex-Generals Jim Mattis steht. Dieser ist ein erklärter Anhänger der Nato und auf beiden Seiten des Atlantiks angesehen. Ein Insider sagte, Trump wolle mit dem zusätzlichen Geld mehr Schiffe und Flugzeuge kaufen und an Schifffahrtsstraßen mit großem Konfliktpotenzial wie der Straße von Hormus am Eingang zum Persischen Golf oder im Südchinesischen Meer mehr Präsenz zeigen. In beiden Fällen geht es um den Handelskrieg gegen China. 

Manche Militärexperten zweifeln allerdings an einer Erhöhung des Budgets, das im abgelaufenen Haushaltsjahr 584 Milliarden Dollar betrug. Der Zuwachs wäre ein Plus von 9,2 Prozent. Zum Vergleich: Für das Außenministerium und die Entwicklungshilfe beläuft sich der Haushalt zusammen auf 50 Milliarden Dollar im Jahr. Insidern zufolge hat Trump genau diese Posten im Visier. Einer sagte, das Außenamt von Rex Tillerson könnte 30 Prozent weniger Geld bekommen. Dies würde einen Umbau des Ministeriums und die Streichung von Programmen bedeuten. Insgesamt müssen sich wohl die meisten Bundesbehörden auf Kürzungen einstellen.

Wie im Wahlkampf versprochen kündigte Trump auch höhere Ausgaben für die Infrastruktur an. Einzelheiten will er nach eigenen Worten am Dienstag in seiner Rede vor dem Kongress ankündigen. Der Immobilienmilliardär ist bei Haushaltsfragen auf die Zusammenarbeit mit den Abgeordneten angewiesen. Beide Kammern sind zwar in den Händen der Republikaner. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Volksvertreter Trumps Pläne automatisch absegnen werden.

An den internationalen Finanzmärkten sind Investoren wegen der Rede schon seit Tagen angespannt. Auch am Montag hielten sie sich zurück. Wegen der Ankündigung höherer Infrastrukturausgaben gaben der Dollar und US-Staatsanleihen nach. Ein Analyst sagte, das Vorhaben könne Anlagen in den USA riskanter machen. Auch Trumps Pläne für eine Steuerreform werden mit Spannung erwartet. Regierungskreisen zufolge werden diese aber nicht Thema seiner Rede am Dienstag sein.

Quelle: Trump, Schulden: USA droht die Zahlungsunfähigkeit

Inflation frisst seit 1968 die deutschen Sparguthaben auf

Eine Analyse der Entwicklung der deutschen Sparguthaben in den vergangenen 50 Jahren zeigt: Die deutschen Sparer mussten deutlich öfter Zinsverluste hinnehmen – und haben im Durchschnitt seit 1968 Geld verloren.

Eine Analyse historischer Daten zur Entwicklung der Sparguthaben in Deutschland kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis. Wie Bloomberg berichtet, haben deutsche Sparer seit 1968 öfter reale Zinsverluste auf ihre Guthaben verkraften müssen, als sie positive Gewinne erzielten. Auffallend ist zudem die hohe Anzahl an Monaten, in denen der Zinsertrag auf Ersparnisse praktisch bei Null lag. Der durchschnittliche reale Zinsertrag seit 1968 ist deshalb negativ. Das Wehklagen über die EZB-Politik ist daher nur teilweise angebracht, weil die radikalen Niedrigzinsen über einen längeren Zeitraum naturgemäß besonders an den Sparguthaben nagen.

„Seit September 1968, als die Bundesbank mit ihren Aufzeichnungen begonnen hatte, waren die realen Zinserträge in 309 Monaten negativ, positiv in 209 Monaten und lagen in 58 Monaten bei null Prozent. In anderen Worten – die deutschen Sparer haben über die größten Strecken der vergangenen 48 Jahre Geld verloren“, schreibt Bloomberg. „Die durchschnittliche Zinsrate in dieser Periode war tatsächlich negativ und lag bei minus 0,16 Prozent.“

Bloomberg untersuchte Realzinsen, also die nominalen Zinsraten für Guthaben angepasst an die Konsumentenpreisinflation.

Von Bloomberg befragte Ökonomen gehen mehrheitlich jedoch nicht davon aus, dass eine von der Europäischen Zentralbank generierte Inflation in absehbarer Zeit zu einem großen Problem für die Ersparnisse werden dürfte. „Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass die deutsche Bevölkerung einen starken Anstieg der Inflation durch die Geldpolitik der EZB befürchtet“, wird ein Analyst der italienischen UniCredit zitiert.

Bedrohlich für die Ersparnisse ist die Politik der EZB trotzdem. Denn einerseits führt der auf Null abgesenkte Leitzins dazu, dass kaum mehr nennenswerte Zinserträge erwirtschaftet werden können. Zum anderen – und dies dürfte ein zentrales Thema der kommenden Monate werden – werde immer mehr Banken gezwungen sein, die von der EZB veranschlagten negativen Einlagenzinsen von 0,4 Prozent an ihre Kunden weiterzugeben. Erst kürzlich warnten verschiedene Beobachter, dass eine Weitergabe auf breiter Front praktisch unvermeidbar sei.

Quelle: Inflation frisst seit 1968 die deutschen Sparguthaben auf – DWN

Weltweit steigende Inflation entwertet Sparguthaben immer mehr

Die Inflation steigt weltweit deutlich. Weil die Zinsen niedrig bleiben, wird auf diese Weise die Entwertung der Sparguthaben beschleunigt. Außerdem verlieren die Konsumenten an Kaufkraft.

Die Teuerungsrate in der Euro-Zone ist im Januar mit 1,8 Prozent auf den höchsten Wert seit rund vier Jahren geklettert. In der gesamten EU betrug der Anstieg 1,7 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch weiter mitteilte. In Deutschland betrug der Anstieg im Januar demnach 1,9 Prozent. Am stärksten auf die Inflation wirkten sich der Statistikbehörde zufolge die höheren Treibstoffpreise aus, die in der Eurozone mit 0,5 Prozentpunkten zu dem Anstieg beitrugen.

Die Inflation ist derzeit weltweit auf dem Vormarsch. Ob in Deutschland, den USA oder China – überall stiegen die Verbraucherpreise derzeit deutlich schneller als noch vor einem Jahr. Zuletzt waren die Großhandelspreise um vier Prozent gestiegen.

Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Sie reichen von einer anziehenden Konjunktur über Währungsabwertungen bis hin zu steigenden Ölpreisen. Die Hauptursache ist allerdings die lockere Geldpolitik der internationalen Zentralbanken, die sich vor allem in den niedrigen Zinsen niederschlägt. Die Kombination aus niedrigen Zinsen und Inflation führt zu einer massive Entwertung der Sparguthaben, was insbesondere die deutschen Sparer trifft.

Tatsächlich ist zu erwarten, dass die Inflation weiter steigen wird: Die EZB gibt an, dass sie langfristig eine durchschnittliche Inflation von zwei Prozent für angemessen hält. Das bedeutet, dass es wegen der rechnerischen Null-Inflation zu einer Inflation in Deutschland von vier Prozent kommen kann, ohne dass die EZB den von ihr selbst definierten Korridor für Preisstabilität verlässt.

Zu berücksichtigen ist außerdem, dass die Berechnung der Inflation in der Euro-Zone falsch ist, weil sie Energie überproportional, Kosten für Wohnraum jedoch nicht angemessen berücksichtigt. Sparer und Anleger fürchten daher eine Entwertung Sparguthaben und befinden sich in einem Blindflug mit ungewissem Ausgang.

Quelle: Wirtschaft: Weltweit steigende Inflation fördert Entwertung Sparguthaben

Das Potential der Blockchain ist sehr vielversprechend und bringt Herausforderungen meint nun auch die EU Kommission

Die EU Kommission gibt bekannt, dass sie nun aktiv Entwicklungen der Blockchain und DLT verfolgt und erklärt, dass deren beinahe unbegrenzten möglichen Anwendungsgebiete sehr vielversprechend sind und große Herausforderungen mit sich bringen.

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Andrus Ansip erklärte vor dem Europäischen Parlament, dass die Unterstützung für die Blockchain und DLT verstärkt wird. Bereits im vergangenen Jahr wurde eine Task Force gegründet, die sich mit der Entwicklung der distributed ledger technology beschäftigen sollte, um spezielle Regulierungen einzuführen, sobald die Notwendigkeit dafür entsteht. Ansip erklärte dem Europäischen Parlament, dass die Kommission Pilotprojekte für dezentralisierte, innovative Ökosysteme starten wird, während gleichzeitig Interaktionen zwischen Konsumenten, Produzenten, Bürgern, Unernehmen und Regierungen erleichtert werden sollen.

Die Kommission unterstützt bereits DLT basierte Projekte (DECODE, D-Cent, MyHealth MyData) und wird mittels einer Studie untersuchen, wie DLTs bei der Umgestaltung öffentlicher Dienstleistungen und Vorbereitungen zukünftiger EU spezifischer Aufgaben mithelfen können.

Obwohl Gremien wie die European Securities and Markets Authority (ESMA) regulatorische Maßnahmen für die Blockchaintechnologie zu diesem Zeitpunkt als verfrüht halten, vertritt die EU Kommission einen strikteren Standpunkt was Bitcoin als Währung anbelangt. Bereits im Jänner veröffentlichte das Europäische Parlament einen Bericht, in dem es um die Bekämpfung von Terrorismus und Geldwäsche geht, digitale Währungen wie Bitcoin sollen strengeren Regeln unterworfen und anonyme Zahlungen reduziert werden.

Quelle: Blockchain Potential is ‘Very Promising and Challenging’, Says EU Commission – CryptoCoinsNews

Bitcoin wird in Japan im April legales Zahlungsmittel

Bitcoin wird in Japan bald als legales Zahlungsmittel anerkannt, aber nicht als Währung.

Der Gesetzesentwurf definiert alle virtuellen Währungen inklusive Bitcoin und legt die Regeln für virtuelle Devisengeschäfte mit dem Ziel fest, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern, sowie die Nutzer zu schützen.

Aus rechtlicher Sicht gibt es folgende Überlegungen bezüglich Zahlungsmittel oder Währung:

Als Währung definiert, müsste die Kreditvergabe von VCs (virtual currencies) mit dem Money Lending Control Act ( ~ Kreditvergabegesetz, das die Registrierung der Kreditgeber als Geldverleiher erfordern würde) konform gehen, weiters müssten die Derivate von VCs dem Financial Instrument Exchange Act entsprechen.

Einige andere Länder wie die USA haben VCs als Vermögenswert oder Eigentum für steuerliche Zwecke klassifiziert. In jüngster Zeit hat Israel einen Entwurf veröffentlicht, der Bitcoin als Vermögenswert betrachtet und daher eine Mehrwertsteuer und Kapitalertragsteuer auf Bitcoin-Transaktionen erhebt.

Dagegen betrachtet diese Gesetzesvorlage virtuelle Währungen nicht als Eigentum, sondern als proprietären Wert.

Die Verwendung von Bitcoin hat in Japan ein enormes Wachstum erfahren, wie die veröffentlichten Zahlen der Japanischen Börse Coincheck zeigen, sowohl bei den Nutzern, als auch bei der stetig wachsenden Zahl an Unternehmen, die mittlerweile Bitcoinzahlungen akzeptieren. Dieser Trend wird sich durch diese Gesetzesinitiative wahrscheinlich noch verstärken, einen positiven Effekt im Bewußtsein der Menschen erzeugen und die Verwendung dieses neuen Zahlungsmittels erleichtern.

Laut Statistiken auf Coinhills hat der japanische Yen mittlerweile weltweit das größte Bitcoin Handelsvolumen erreicht, gefolgt vom chineschischen Yuan, US Dollar und Euro.

Quelle: Countdown: Bitcoin Will Be a Legal Method of Payment in Japan in Two Months – Bitcoin News

Geschenkgutscheine für Amazon, Ebay und weitere 250 Shops mit Bitcoins bezahlen

Auch an caritative Organisationen wie z.B. das Rote Kreuz kann mit Bitcoins gespendet werden. Für weitere 250 Online-Shops können Geschenkgutscheine erworben werden, die man direkt an Freunde, Familie und an sich selbst senden kann. Ein Punktesystem sorgt für verbilligte zukünftige Einkäufe.

Eine Liste der wohltätigen Organisationen gibt es  auf der Seite www.charitygiftcertificates.org/

Quelle: Buy Gift Cards

6 Dinge die Bitcoin ermöglicht hat

Bitcoin ist nicht nur eine digitale Währungen. Die Einsatzmöglichkeiten der Technologie sind überraschend groß.

Während die große Masse der Bitcoin Community noch wegen der Funktion als digitale Währung polarisiert, realisieren mehr und mehr Menschen, die sich mit Bitcoin und der Blockchain auseinandersetzen , dass das dezentralisierte Netzwerk auch für ganz andere Dinge im alltäglichen Leben genutzt werden kann.

Quelle: 6 Dinge die Bitcoin ermöglicht hat