Bitcoin als legales Zahlungsmittel in Japan ab 1. April nun offiziell bestätigt

Bereits im Februar wurde auf bitcoin.com berichtet, dass die Japanische Financial Services Agency (FSA) einen Gesetzesentwurf vorbereitet, der Bitcoin als legales Zahlungsmittel in zwei Monaten einführen wird.

Das neue Gesetz tritt nun offiziell ab 1. April in Kraft und wird Bitcoin und andere virtuelle Währungen nicht als rechtlich anerkannte Währung, sondern als gesetzlich gültiges Zahlungsmittel bestätigen. Steuerrechtlich wird Bitcoin in Japan weiterhin als Vermögensgegenstand, als Anlagegut behandelt.

Das Gesetz ist eine Novelle des ‘Act on Preventing of Transfer of Criminal Proceeds’ und formuliert auch einige Auflagen für Bitcoin Börsen:

Registrierungspflicht, Minimum Kapital in der Höhe von 10 Millionen Yen, ausreichende Vorkehrungen der IT bezüglich Diebstahl und Verlust Prävention, Mitarbeiterweiterbildung, eine eigene Satzung und Richtlinien für Outsourcing.

Um mit den Gesetzesauflagen konform zu gehen, werden die japanischen Bitcoin Börsen striktere KYC Verfahrensweisen einführen.

Quelle: How Japan Prepares to Recognize Bitcoin as Method of Payment on April 1 – Bitcoin News

Wie erstelle ich ein Bitcoin Cold Storage Wallet?

 

Bitcoin Cold Storage Wallets sind die beste Methode, große Mengen an Coins zu speichern. Per Definition werden Cold Storage Wallets so eingerichtet, dass ein Diebstahl durch eine Schadsoftware von einem verseuchten Pc nicht mehr möglich ist. Diese Anleitung zeigt, wie man mit der freien Software Electrum sein eigenes Cold Storage einrichtet: (offline wallet könnte man auch dazu sagen, solang das gerät, das die private keys gespeichert hat, nicht online geht, auf dem Online Rechner befindet sich das sogenannte watch-only wallet)

Folgende 4 Schritte sind lediglich nötig:

 

1. DOWNLOAD ELECTRUM

Electrum client bei   electrum.org runterladen, Version je nach Betriebssystem, das sie verwenden.

2. WALLET ERSTELLEN

Will man es 110 prozentig machen, sollte man das Wallet auf einem Computer erstellen, der noch nie mit dem Internet verbunden war, um sicher zu gehen, dass sich nicht bereits eine Schadsoftware auf dem Rechner eingenistet hat. Ein Tipp: vielen Computerzeitschriften liegt eine bootfähige Linux Live-DVD bei, damit ein altes Notebook installieren (Linux Mint 18.1 läuft bei mir auf einem 10 Jahre alten Notebook und kann alles, was Windows kann und noch viel mehr 😉 ), das Wallet anlegen und die Recovery Seed Phrase auf ein Blatt Papier notieren.

 

 

3. DEN MASTER PUBLIC KEY SUCHEN

Wallet -> Master Public Keys.

 

 

Den Master Key in eine Textdatei kopieren, irgend ein Texteditorprogramm reicht und auf einen Usb Sitck kopieren. Die Erstellung des Abschnitts mit dem Computer, der noch nie im Internet war, ist nun beendet. Den Usb Stick am Computer anstecken, auf dem nun das watch-only Wallet erstellt werden soll.

 

4.  WALLET UNTER VERWENDUNG DES MASTER PUBLIC KEYS ERSTELLEN

Ein neues Electrum Wallet mittels File -> New/Restore erstellen, einen Namen eingeben, Standard Wallet wählen ->  public or private keys. Master Public Key eingeben und Electrum sollte das Wallet erstellen. Eine Warnung wird ausgegeben, dass das erstellte Wallet watching- only ist. Das bedeutet, dass Bitcoins, die an Adressen dieses Wallets gesendet werden, nicht ausgegeben werden können. Für die Signierung solcher Transaktionen wird das offline Wallet benötigt.

WIE SIGNIERE ICH NUN EINE TRANSAKTION (Wie kann ich nun meine Bitcoins wieder ausgeben?)

Um Bitcoins zu senden, muss zuerst eine unsignierte Transaktion im watch-only wallet am Online PC erstellt werden. Die Felder unter dem Send Tab wie gewohnt ausfüllen und auf Preview klicken, ein Fenster mit den Transaktionsdetails erscheint, mit save abspeichern und auf den Usb Stick transferieren. Diese unsignierte Transaktion muss noch signiert und gesendet werden.

 

Am Offline Rechner unter Tools -> Load Transaction -> From File, die gerade erstellte Transaktion wählen, diesmal taucht die Option Sign im erscheinenden Fenster auf. Nach Eingabe des Cold Wallet Passworts ist die Transaktions ID ganz oben im Fenster sichtbar. Wir sind aber noch nicht fertig, die signierte Transaktion muss noch auf den online Computer gebracht werden, um sie dann ins Bitcoin Netzwerk an die Empfängeradresse zu übertragen.

Am Online Computer unter Tools -> Load Transaction -> From file, dieselbe bereits signierte Datei wählen, diesmal erscheint der Button Broadcast, nun kann der gewünschte Betrag gesendet werden.

Ein an und für sich mühsamer Prozess des Hin- und Herschiebens einer Textdatei zwischen einem Online und einem Offline Computer, aber Sicherheit geht vor Bequemlichkeit. Wer sich diese Arbeit nicht antun will, sollte zumindest das Backup seiner seeds als Selbstverständlichkeit ansehen. Alternative sichere  Aufbewahrungsmethoden sind mehrere Paperwallets, an mehreren Orten, das gute alte Notizbuch im Tresor hat sich ebenfalls schon immer bewährt. 😉

 

https://themerkle.com/how-to-set-up-a-bitcoin-cold-wallet/?utm_medium=push&utm_source=onesignal&utm_campaign=traffic%20boost&utm_content=extended%20%traffic%boost

Bitcoin ETF – Reise zum Mond oder Blase?

Die Kryptowelt wartet gespannt auf den Winkelvoss Bitcoin ETF – doch ist das unkritisch zu sehen? Ein vorsichtiger Versuch einer Antwort.

Wie vermutlich die meisten bereits vernommen haben, wird aktuell seitens der Securities and Exchange Commission (SEC) darüber nachgedacht, einen Bitcoin Exchange Traded Fund (ETF) zu erlauben. Dies soll, so viele Stimmen, den Bitcoin-Kurs noch weiter in die Höhe katapultieren.

Um zu diskutieren, ob man sich ungeteilt auf einen Bitcoin ETF freuen kann sollte man zuerst klären, was dieser genau ist. Ein Exchange Traded Fund oder auf Deutsch ein börsengehandelter Fonds ist ein Investmentfonds, der an einer Börse gehandelt wird. Investoren würden an der Börse Anteile an diesem ETF kaufen, was seinerseits dazu führt, dass die Manager hinter dem ETF, im Fall des Bitcoin ETF, den entsprechenden Betrag in Bitcoin einkaufen.

Bitcoin könnte dann, ähnlich wie goldbasierte börsennotierte Indexfonds, direkt an den Börsen gehandelt werden. Das würde natürlich zu einer weiteren Akzeptanz von Bitcoin führen und dies den Preis in die Höhe katapultieren – so die positive Einschätzung.

Risiken des Bitcoin ETF

Nicht alle sind hier so sicher. Es gibt Stimmen, die befürchten, dass genau dieser ETF zu einer weiteren Bitcoin-Blase führen könnte. Ein “ja” seitens der SEC würde nach deren Meinung zu einem gigantischen Run der Bullen führen – was zwar kurzzeitig euphorisch, jedoch kein Zeichen für eine wirklich stabile Preisentwicklung wäre. Es wird geschätzt, dass kurzfristig mehr als 300 Millionen US-Dollar frisches Kapital in die digitale Währung fließen.

Sollte dieser Run vorbei sein. würden sich viele wieder enttäuscht von Bitcoin abwenden – was zu einem dramatischen Preissturz führen könnte. Dabei ist besonders eine Gruppe von Investoren, nämlich jene, die intelligent Geld anlegen wollen.

Anders als viele andere, am Markt aktive Investoren sind diese zwar auch von positiven Preisbewegungen angetan, möchten aber vor allem eine sichere Geldanlage sehen. Ein Spike, der den Kurs weit jenseits der 2.000 Dollar anhebt, könnte für diese ein Zeichen sein, dass die Volatilität zu hoch wird.

Herausforderungen von Bitcoin

Gerade was jene Leute betrifft, die das Geld intelligent investieren wollen, wird auch ein kommender ETF nicht darüber hinwegtäuschen, dass es im Bitcoin Ökosystem noch einige Herausforderungen gibt, die es zu meistern gilt. Die Block Size Debate ist nicht abschließend geklärt. Lange Wartezeiten hinsichtlich Transaktionsbestätigungen könnten ihrerseits zu Schwierigkeiten bei der Verwaltung des ETF führen – und damit Investoren derart frustrieren, dass sie ihre ETF-Anteile wieder verkaufen.

Mehr zum Thema:  JP Morgan und Santander möchten neuer Ethereum-Blockchain-Organisation beitreten

Neuland für viele Trader

Ein ETF wird außerdem eher Investoren und Trader anziehen, die die Volatilität im Bitcoin in dem großen Maß nicht kennen. Für Leute in der Kryptoszene mag ein Kurswandel von 15-20% an einem Tag durchaus mal vorkommen – Leute, die Geld für eine Altersvorsorge anlegen, werden davon eher die Finger lassen.

Hochmut vor dem Fall?

Uns muss in diesem Zusammenhang auch klar sein, dass ein ETF dazu führen wird, dass spontan eine unglaublich hohe Nachfrage bezüglich Bitcoin in kürzester Zeit entstehen wird. Damit wird der Wert von Bitcoin zwar auch dramatisch ansteigen, aber der ETF zu einem gigantischen Wale im Bitcoin-Ökosystem. Sollte der Preis eines Tages nicht mehr ansteigen – und irgendwann wird die Liquidität nicht ausreichen, um der Nachfrage zu entsprechen, wird dieser gigantische Wal gegebenenfalls auf den Kurs reagieren. Das könnte den Kurs dramatisch nach unten reißen!

Natürlich könnte man argumentieren, dass ein ETF auch Leute, die bisher Bitcoin noch fernstehen, mit der Kryptowährung in Kontakt bringen. Doch ist das Investieren in einen ETF (bzw. das Beauftragen eines Brokers, dieses zu tun) hier wirklich so viel hilfreicher, als Leuten einen Account auf Coinbase oder ähnlichem zu besorgen?

Das soll alles nicht heißen, dass die Bestrebungen, einen ETF zu bilden, per se falsch sind; sie zeigen an, dass Bitcoin als etwas Ernsthaftes betrachtet wird. Die Frage ist auch weniger ein “ja oder nein”, sondern eher ein “muss es jetzt sein”. Wenn der Kurs in ein, zwei Jahren noch höher liegt – und davon ist zur Zeit auszugehen – und die Volatilität durch eine breite Adoption geringer wird, könnte ein ETF dem Kurs ohne die genannten Gefahren wirklich noch weiter antreiben.

 

Quelle: Bitcoin ETF – Reise zum Mond oder Blase? | BTC-ECHO

Zentralbanken wollen Bargeld durch digitale Währungen ersetzen

Die Abschaffung des Bargelds kommt als Modernisierungsschub: Weltweit arbeiten Zentralbanken an digitalen Formen ihrer jeweiligen Währungen. Die Geschäftsbanken sehen in digitalen Währung eine logische Weiterentwicklung des Bargelds.

Soeben hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ein Papier veröffentlicht, dass sich mit den digitalen Währungen beschäftigt. Die BIZ glaubt, dass es noch lange hin ist bis zum Durchbruch von  virtuellen Währungen. Doch die Beobachtungen in den Märkten zeigen, dass die Zentralbanken bereits sehr konkret an der Einführung von digitalen Währungen arbeiten. Die FirstRand Bank analysiert, dass die Zeit des Nachdenkens über digitale Währungen vorbei sei, jetzt gehe es nur noch um die rasche und effiziente Umsetzung – und damit um das Ende des Bargelds.

In China und Kanada werde ebenso an diesem Ziel gearbeitet wie in Schweden oder Großbritannien, schreibt Hanan Ismail auf seinem Blog. „Dieser Schritt ist genauso revolutionär wie jener mit den Papierscheinen vor über 300 Jahren. Was bedeutet das für die Geldpolitik und die Finanzstabilität? Wie konstruieren wir die neue Währung: als eine aufladbare Karte, eine App oder auf eine andere Weise?“, sagte die Chefin der schwedischen Zentralbank, Cecilia Skingsley, der Financial Times.

Auch die Europäische Zentralbank beschäftigt sich ernsthaft mit dem Thema. Dies geht aus einer Rede des Vorstandsmitgliedes Yves Mersch vom Januar hervor. „Heute will ich über eine besondere Art digitaler Währungen sprechen – über digitales Zentralbankgeld. Natürlich existiert dies heute schon. Banken haben digitale Ansprüche gegenüber der Zentralbank mit ihren Konten. Jetzt ist die Diskussion aufgekommen, ob Zentralbanken digitales Zentralbankgeld weiteren Gegenparteien zugänglich machen sollte, inklusive Nicht-Banken und Haushalten.“ Mersch deutet an, dass die Einführung einer digitalen Währung von der EZB ernsthaft in Erwägung gezogen werde. „Weil es Spekulationen gibt, dass Zentralbanken das Bargeld abschaffe wollen, möchte ich mich zum Grundsatz der Wahlfreiheit äußern: Wenn digitales Zentralbankgeld eingeführt würde, würde es für die vorhersehbare Zukunft neben Bargeld existieren. Es wäre eine zusätzliche Option, wie Unternehmen und Haushalte ihre Ersparnisse führen können.“

An der Spitze jener Kräfte, die sich für eine Verbreitung digitaler Währungen und eine Zurückdrängung oder sogar Abschaffung des Bargeldes einsetzen, stehen Interessengruppen aus der angelsächsischen Finanzindustrie und supranationale Vereinigungen. Neben dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank sind dies die Alliance for Financial Inclusion und die Better Than Cash Alliance der Vereinten Nationen. Auch die Organisation E-Currency setzt sich für die Schaffung digitalen Geldes durch die Zentralbanken ein.

Die Alliance for Financial Inclusion ist vor allem in nicht-westlichen Länder aktiv. Eine ihrer Arbeitsgruppen beschäftigt sich mit „digitalen Finanzdienstleistungen, mobilen Finanzdienstleistungen, Bankenwesen ohne Filialen, elektronischem Geld und digitalen Zahlungsmöglichkeiten.

Die Better Than Cash Alliance der UN umfasst nach eigenen Angaben Regierungen, Unternehmen und internationale Organisationen wie die Bill & Melinda Gates-Stiftung und die Clinton Development Initiative. In Japan hatte die Mitsubishi UFJ Financial Group angekündigt, im Herbst 2017 eine digitale Währung einzuführen.

Einer der profiliertesten Kritiker des Bargelds und Verfechter einer monetären Digitalisierung ist der Ökonom Kenneth S. Rogoff von der US-amerikanischen Harvard-Universität. Seiner Meinung nach sollen Dollar-Scheine mit den Nennwerten 100 Dollar, 50 Dollar und 20 Dollar abgeschafft werden. Ihm schwebt mittelfristig eine Gesellschaft vor, in der nur noch wenig Bargeld verwendet wird, wie aus seinem Gastbeitrag im Wall Street Journal hervorgeht.

Die Vorstöße, welche auf eine Einschränkung oder Abschaffung des Bargeld-Gebrauchs abzielen, haben sich in den vergangenen Jahren gehäuft. Meist werden diese mit dem Kampf gegen Schwarzarbeit, Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung begründet. Das ist Unsinn, wie erst neulich die Schweizerische Nationalbank festgestellt hat. Wahrscheinlich ist aber, dass die Forderungen nach einer Digitalisierung des Geldes weit weniger altruistische Gründe haben. In diesem Zusammenhang ist es bemerkenswert, dass Bargeld die einzige Möglichkeit der Bürger darstellt, ihre Ersparnisse vor dem Zugriff der Staaten und Banken und etwaiger Sonderabgaben oder Vermögenssteuern zu schützen. Im Zuge der Finanzkrise in Zypern hatte der Internationale Währungsfonds bereits eine solche Sonderabgabe in Höhe von 10 Prozent für alle Haushalte in Europa ins Spiel gebracht.

In Japan hat die Mitsubishi UFJ Financial Group angekündigt, im Herbst 2017 eine digitale Währung einzuführen.

Quelle: Zentralbanken wollen Bargeld durch digitale Währungen ersetzen – DWN