Was sind Krypto Währungen, wie entstehen und funktionieren sie?

Kryptowährungen entstehen in Computern als Nullen und Einsen, wie alles in modernen Rechenmaschinen durch eine binäre (2er) Codierung – Stromfluss oder kein Stromfluss – dargestellt wird. Aber nicht wie bei Banken, die beliebige (Kredit)Beträge aus dem Nichts erzeugen, sondern als Ergebnis eines aufwändigen Rechenprozesses nach einem komplizierten Regelwerk.

Aber zuerst möchte ich die Begriffe Krypto und Währung definieren:

jeder hat schon mal davon gehört, etwas hört sich kryptisch (rätselhaft, unverständlich) an.

Die Kryptologie beschäftigt sich mit der Verschlüsselung und Entschlüsselung von Nachrichten und Dokumenten und findet nicht nur bei den Geheimdiensten Anwendung. Teile des Emailverkehrs und sensitive Daten bei Behörden und im Internet werden mit dieser Technologie seit Jahren sicher übertragen (Bürgerkarte, Handysignatur). Im 2.WK hieß die lange Zeit unknackbare Verschlüsselungsmaschine der Deutschen nicht umsonst Enigma (Rätsel). In beiden Gebieten wird mit mathematischen Algorithmen gearbeitet.

Der Begriff der Währung kann der Bedeutung nach gut vom mittelhochdeutschen Wort „werunge“ – Gewährleistung hergeleitet werden. Als staatlich anerkanntes Tauschmittel gegen Waren und Dienstleistungen bürgt der Staat, (eigentlich wir Steuerzahler) er leistet Gewähr dafür, dass das an und für sich materiell wertlose, bedruckte Papier tatsächlich den Gegenwert (an Waren und Dienstleistungen) repräsentiert, der zahlenmäßig draufsteht. Mit dem Wegfallen der Golddeckung des US Dollars als Weltleitwährung im Jahre 1971 ist unser täglicher Umgang mit Geld immer mehr zur Vertrauensfrage geworden.

Kryptocurrencies wie z.B. Bitcoins als die ältesteste und verbreitetste (seit 2009) entstehen in einem weltweiten Computernetzwerk. Die einzelnen Rechner sind direkt miteinander verbunden und lösen in einem Wettstreit gegeneinander sehr vereinfacht gesagt ein mathematisches Rätsel. Der schnellste (der mit dem schnellsten Prozessor) gewinnt als Belohnung eine bestimmte Anzahl an Coins (digitale Münzen). Dieser Rechenwettbewerb ist kein Selbstzweck zur bloßen Erzeugung der Währung, sondern wickelt eigentlich gleichzeitig den verschlüsselten Finanztransfer zwischen den digitalen Konten ab. Dies erfolgt direkt von einer Bitcoin(Konto)adresse zur anderen ohne Verzögerungen. Da es bei diesen digitalen Transfers keine zentrale Stelle wie z.B. eine Bank gibt, muss jeder beteiligte Rechner vollständige und ständig aktuell gehaltene Aufzeichnungen über diese Transaktionen in einem digitalen Kontobuch führen. Dies sorgt für maximale Sicherheit, da ein Angreifer nicht alle Ausgaben dieser Aufzeichnungen ändern kann.

Aus dieser Aufzeichnungstechnik, die Blockchain genannt wird, ergeben sich revolutionäre Möglichkeiten, es bieten sich daraus Chancen, die mit den Anfängen des Internets vor ca. 20 Jahren vergleichbar sind.

 

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