Warum digitale Währungen ?

  1. Zahlungsmittel, das nicht zentral gesteuert werden kann
  2. Wertstabilität statt Inflation
  3. gerechtes Zahlungsmittel für alle Weltbürger
  4. keine hohen Transfer- und Kontoführungsgebühren
  5. kurze Überweisungszeiten (10 min statt Tage )
  6. neue Form des Einkommens
  7. Bitcoin ist das Internet des Zahlungsverkehrs
  8. drohende Bargeldabschaffung   führt zu Negativzinsen
  9. Anwendungsmöglichkeiten der zugrundeliegenden Technologie in vielen Bereichen (Blockchain)

 

ad 1.) Zahlungsmittel, das nicht zentral gesteuert werden kann

Digitale Währungen entstehen in einem Netzwerk von Computern, die direkt miteinander verbunden sind (dezentrales Netzwerk), hier gibt es keine Zentrale, keine vermittelnde Stelle. Auf jedem Rechner ist eine Software installiert, die frei verfügbar ist und sich jeder auf seinem eigenen Computer installieren kann, um in diesem Netzwerk teilzunehmen. Keine Autorität kann einem den Besitz seines Geldes streitig machen oder schmälern. Wer den private key (privater Schlüssel) für eine bestimmte Menge einer Währung besitzt, ist der exklusive Eigentümer.

ad 2.) Wertstabilität statt Inflation

Alle digitalen Währungen, die nach dem Prinzip des Bitcoins funktionieren, unterwerfen sich einem Grundsatz, dass eine maximale Menge an Coins nicht überschritten werden darf. (z.B. bei Bitcoin sind das max. 21 Mio. Stück, die bis zum Jahre 2140 durch Mining erzeugt werden)

Ihren Wert bestimmen Angebot und Nachfrage (wie an der Börse), da das Angebot immer gleich bleibt, (durch die Höchstgrenze der Coins) kann nur die Nachfrage steigen. Inflationäre Prozesse (Wertminderungen) sind ausgeschlossen, da es aber alternative digitale Währungen gibt, bildet sich eine gesunde Konkurrenz zwischen den Zahlungssystemen, eine freie Marktwirtschaft – systembedingt – ohne Eingriffe von aussen.

ad 3.) gerechtes Zahlungsmittel für alle Weltbürger

Zweieinhalb Milliarden Einwohner unserer Erde haben (zumindest gelegentlich) Internetzugang und besitzen ein Smartphone, verfügen aber über kein Bankkonto, gerade in den ärmsten Regionen. Sie werden wahrscheinlich auch nie eines bekommen, da Banken und Regierungen dieser Länder kein Interesse daran haben. Die Teilnahme am Wirtschaftsleben wird ihnen damit aus Armutsgründen versagt. Auch Missbrauch bei caritativen Organisationen könnte durch direktere Finanzierungen vermindert werden.

Mit einem modernen Mobiltelefon ist man sein eigener Bankdirektor, eine digitale Brieftasche (wallet) mit ein paar coins (digitale Münzen) als Inhalt lässt sich auch auf jedem usb stick speichern, bereits gelegentlicher Internetzugang genügt, um seine Bankgeschäfte zu tätigen.

ad 4.) keine hohen Transfer- und Kontoführungsgebühren

In den wirtschaftlich entwickelten Ländern nervt es uns öfters gewaltig, in einer so hoch technisierten Welt zu leben, in der Daten mit Lichtgeschwindigkeit um den Erdball reisen, aber unser Geld Tage braucht, um von einem Konto auf das andere gebucht zu werden. Dabei fallen Gebühren an, die in ihrer Höhe sehr stark variieren können. Am härtesten trifft es oft gerade die Ärmsten, die im Ausland arbeiten und Geld in ihre Heimat schicken müssen (z.B. via Western Union).

Eine Bitcoinwallet kostet nichts, da die Software frei erhältlich ist und auf dem eigenen Computer, Handy, Tablet, Usb Stick gespeichert wird.

Überweisungsgebühren treten nur im Promillebereich als Entlohnung für die Verbuchung an die Miner auf.

ad 6.) neue Form des Einkommens

Da es sich um ein offenes Netzwerk handelt, kann jeder, der über genügend technisches Verständnis verfügt, die (Bitcoin)Software auf seinem PC installieren, daran teilnehmen und sich als Miner digitale Coins verdienen.

Eine Möglichkeit ohne technische Vorkenntisse ist, sich diese Rechenpower zu kaufen und Maschinen für sich arbeiten zu lassen, um digitale Währungen zu produzieren, die man dann in Bitcoins, aber auch in Euro tauschen kann.

Die nachhaltigste Anlage Avalon Live mit ihrem Standort in Costa Rica wird komplett mit erneuerbaren Energieformen, mit Solarenergie und geothermisch betrieben. Ein großes Problem, die hohen Stromkosten für den Betrieb und die Kühlung bei traditionellen Mininganlagen, die die Rentabilität und den Wirkungsgrad mindern und eine umweltfreundliche Lösung, die Rentabilität und Wirkungsgrad sogar erhöhen,  müssen nicht immer Gegensätze sein.

ad 7.) Bitcoin ist das Internet des Zahlungsverkehrs

Wie das Internet vor 20 Jahren unsere Kommunikation beeinflusst hat, wird sich Bitcoin auf den Zahlungsverkehr auswirken. Anders gesagt, Internet ist bereits das Protokoll unserer Kommunikation, Bitcoin wird das Protokoll unseres Zahlungsverkehrs werden.

ad 8.) drohende Bargeldabschaffung  führt zu Negativzinsen

Der Trend zu bargeldloser Zahlung führte in vielen europäischen Ländern zu freiwilligen Höchstgrenzen bei der Bezahlung mit Bargeld. Vorreiter waren die Skandinavischen Länder. Belgien, Italien, Spanien und  Frankreich haben strenge Bestimmungen bis zu welchen Summen man mit Bargeld bezahlen darf. Böse Zungen behaupten, dass dahinter eine jahrelange Planung steckt, die zur endgültigen Abschaffung des Bargeldes führen soll.

Wem würde ein bargeldloser Zahlungsverkehr nützen? Neben den Kreditkartengesellschaften natürlich den Banken, da sie sofort den seit langem geplanten Negativzinssatz einführen könnten. Was hat das für Auswirkungen für den Normalbürger? Da Sparguthaben nicht mehr in Geldscheine umgetauscht und nach Hause getragen werden können, tritt eine weitere (kleine) Enteignung des Bürgers  ein.

Wäre es nicht gut, schon jetzt einen Plan B zu haben und sein Erspartes in einer Währung angelegt zu haben, die frei ist von jeglichem Zugriff, sei er staatlich oder durch eine Wirtschaftsmacht bestimmt?

Digitale Währungen wie Bitcoin und die nach diesem Prinzip funktionierenden alternativen Coins bieten diese Sicherheit.

 

ad 9.) Anwendungsmöglichkeiten der zugrundeliegenden Technologie in vielen Bereichen (Blockchain)

Die vielen Bitcoinüberweisungen, die nach gewissen Vorschriften, dem Bitcoinprotokoll ablaufen, werden in einzelnen Blöcken aneinandergereiht aufgezeichnet (Blockchain = Blockkette). Vom Prinzip her ist es egal, um welche Art von Information es sich handelt, die erfasst wird. Es können auch medizinische Daten, Daten eines Grundbuchs, Daten eines Notars sein.

Jede Information kann lückenlos nachvollzogen werden, genau in der Reihenfolge, wie sie aufgezeichnet worden ist, jedes Glied der Kette kann immer bis zum Ursprung zurückverfolgt werden.

Die Miner im Bitcoin Netzwerk prüfen die in den einzelnen Blöcken hinterlegten Informationen und gleichen sie ständig  im Netzwerk ab, damit jeder Computer denselben aktuellen Datenbestand hat, der jederzeit von jedem einsehbar sein muss.

Wenn 2 Parteien einen Vertrag in der Blockchain hinterlegen, brauchen sie keinen Dritten wie einen Notar mehr, in der Blockchain gibt es tausende Teilnehmer als Zeugen.

Wahlen können ebenfalls über die Blockchain abgewickelt werden, ortsunabhängig, ohne Fehler, ohne Auszählung von Wahlkarten, sicher vor Manipulation und anonym.

Smart Contracts (intelligente Verträge) sind ausführbarer Programmcode in Form einer Wenn-Dann Bedingung. Wenn ein bestimmtes Ereignis mit direktem Bezug zu einem Vertragsinhalt eintritt, dann soll die entsprechende Aktion automatisch ausgelöst werden.

Beispiele: Fahrräder, Autos oder Immobilien können über die Blockchain vermietet werden, bei Zahlungseingang der Kaution und der Miete wird das elektronische Schloss durch das Mobiltelefon freigeschaltet. Das mitteldeutsche Unternehmen Slock.it ist einer der ersten Anwender in Deutschland, in Amerika beschäftigt sich smartcontracts.com mit Blockchain-Vertragstypen in Form von Lieferverträgen: Per GPS wird der Weg eines Pakets in der Lieferkette  verfolgt und die Zahlung eingeleitet, sobald es am Ziel angekommen ist.

Rein theoretisch lässt sich jeder klassische Vertrag in der Blockchain abwickeln, jede Form des Besitzübergangs, Eigentumsnachweise, sämtliche Transaktionen unerheblich welchen Gegenstand sie zur Grundlage haben sind in der Blockchain abbildbar.

Man kann den abstrakten Charakter der Blockchain mit dem des Internetprotokolls (TCP/IP) vergleichen:

Begonnen hat die Kommunikation mit simplen Textnachrichten per email und in den ersten Internet Browsern (z.b. Lynx als reiner Textbrowser), mit Mosaic und Netscape kamen bald schon Bilder und Videos hinzu, Unternehmen und Institutionen präsentierten sich im WWW, Produkte wurden vertrieben, Zahlungssysteme und soziale Netzwerke etablierten sich. Heute ist für jeden wie selbstverständlich das gesamtes Wissen, unsere kulturelle, teilweise auch unsere persönliche Identität, ja unsere gesamte Lebenswelt digital im WWW abgebildet. Wer hätte sich das vor 20 Jahren vorstellen können? Genau an diesem Punkt steht die Evolution der Blockchain heute, es lässt sich also ihr gewaltiges Potential nur erahnen.

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